Sprachförderung


Wenn Kinder Erzählen, dann finden sie eine sprachliche Form für Ereignisse, die sie selbst erlebt haben und denen sie Bedeutung beimessen. Damit Erzählen gelingt, braucht es interessierte und aufmerksame Zuhörer, die damit einen Raum schaffen, indem das Kind seine eigene Aufmerksamkeit erweitert, den Vorgang des schöpferischen Aktes des sich mitteilens erlebt und der Verbindung schafft, zwischen uns Erwachsenen und der Erlebniswelt des Kindes.
 
Die Kita Heidkamp ist damit ein Ort der Wortkultur, der Geschichten, des Theaters und der Gespräche. Denn regelmäßiges Vorlesen (einmal in der Woche begleitet von einer unserer Vorlesepatinnen), die regelmäßigen Morgenkreise in den Gruppen, dem wöchentlichen gemeinsamen Morgenkreis mit allen Gruppen füllen diesen Aspekt mit Leben. Es ist Raum zum Zuhören, Diskutieren, Erklären. Probleme und Wünsche können angesprochen werden. Kinder entwickeln so in ganz natürlichen Situationen Sprachverständnis, Wortschatz und Lautwahrnehmung als Baustein zur Schulfähigkeit. Ebenfalls sind wir Mitglieder im Projekt „Il Canto“, indem wir gemeinsam mit einer Gruppe SeniorInnen einmal in der Woche mit einer Gruppe von Kindern altes Volksgut singen. Singen macht Spaß, fördert den Zusammenhalt, übt die Konzentration und trainiert das Sprechen „singend“ganz nebenbei.
 
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Die Kita Heidkamp ist ein Ort, in der die Sprachbildung und Sprachförderung im Alltag ihren Platz hat.

Im Rahmen des Bundesprogramms Offensive Frühe Chancen nehmen wir als eine der Kitas der Hansestadt Lüneburg an dem Programm teil, in dem besonders Kinder mit einem hohen Sprachförderbedarf erreicht werden sollen. Ziel ist es, Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf frühzeitig durch eine alltagrsintegrierte Förderung zu unterstützen. Im Unterschied zu den meisten Landesprogrammen setzt die Offenisvie des Bundes vor den Sprachstandsfeststellungen an, die üblicherweise im 4. bzw. 5. Lebensjahr durchgeführt werden, an. Es sollen keine einmaligen Fähigkeiten getestet werden, sondern ein langfristiger Prozess soll ermöglicht werden. Deshalb umfasst die Zielgruppe Kinder vor dem dritten Lebensjahr bis hin zu Kindern aus dem Elementarbereich (Kitakindern). Unterstützt und angeleitet von einer Sprachförderfachkraft wird so individuelle Sprachbildung ermöglicht, aber auch Prozesse innerhalb der alltäglichen Gruppenarbeit können dadurch begleitet werden. Sprachbildung ist somit noch mehr als integraler Bestandteil der Gruppenarbeit verankert.